Heizflächenberechnung SolarComputer

Auch im Rahmen der Planung der Heizungsanlage müssen zahlreiche Berechnungen, wie beispielsweise die Dimensionierung, vorgenommen werden.

In diesem Prozessstandard erfahren Sie wie eine Heizflächenberechnung mit Hilfe von SolarComputer durchgeführt wird.


Grundlage der Auslegung der Heizflächengeometrie ist ein abgestimmtes Konzept. Die Zuständigkeit und Verantwortlichkeit liegt bei der Projektleitung.

Vor dem Modellieren erfolgt eine Besprechung zwischen Projektleiter und einem erfahrenen BIM Know-How-Träger, um die Anlagenszenarien festzulegen. Es gilt in dieser Besprechung zu klären, welche Berechnungs- und Modelliermethode zu verwenden ist. Anschließend können die erforderlichen Vorgänge zur Berechnung und Modellierung getroffen werden und die spezifischen Bauteile durch den BIM-Manager angelegt werden.


Definition durch die Projektleitung

  • Betriebstemperaturen
  • Raumtemperaturen
  • Schnittstellen zu Fremdgewerken (z.B. Brüstungshöhe, Fassadenraster)
  • Art der zu verwendenden Heizkörper
  • Raumgeometrie
  • Berechnungs- und Modelliermethode (SolarComputer)

Modellierer

  • Heizkörper Import aus Solar Lt. überschlägige Heizlastberechnung
  • Heizkörper in Räumen ohne Fenster positionieren, inkl. Solar-Heizkörper Zuweisung
  • Überprüfung der Heizkörper Geometrie
  • Heizkörper an System Zuweisen

Verantwortlich für die Funktion der Schnittstelle ist der BIM-Manager. Verantwortlich für das Berechnungsergebnis ist hingegen die Projektleitung.

Erstellung eines Heizkörpers über eine Solar-Familie:

Solar erzeugt die Heizkörper nach der Berechnung automatisiert im Bau-Modell, diese werden anschließend im Bau-Modell "ausgeschnitten" und im TGA-Modell eingefügt. Mit diesem Schritt kommt es zu einer Entkopplung von der Berechnung: wird die Heizlastberechnung aktualisiert, sind die Änderungen im TGA-Modell manuell nachzutragen.

Vorteile


  • Eine Automatische Heizkörper-Dimensionierung.
  • Die Platzierung und Anpassung der Geometrie.
  • Vor der Heizkörperauslegung erfolgt der Gebäudeexport über die Schnittstelle GBIS und anschließend wird die Heizlastberechnung durchgeführt.

Nachteile


  • Keine überschlägige Rohrnetzberechnung durch MagiCAD möglich.
  • Heizkörper werden im Architekturmodell gesetzt und werden demnach bei Änderungen zwischen Architektur- und TGA-Modell hin und her kopiert, was ein gewisses Fehlerpotential in sich birgt.

Einlesen der Heizkörper-Datensätze (BDH/VDI)


Das Einlesen der Heizkörper-Datensätze in die Berechhnungssoftware erfolgt über den Schritt 1. Hier werden die Datensätze aus dem APPS-Verzeichnis des jeweiligen Standortes geladen.( z.B.: P:\\APPS-VIE-GRP\\programme\\solar_computer\\solar\\Stamm.Ro\\Objekte). In diesem Ordner befinden sich verschiedenste Datensätze von den unterschiedlichen Firmen.

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Angabe der Allgemeine Daten


Hier werden die Grundinformationen für die Heizkörperauswahl getroffen (Nummer/Bezeichnung, Vor- und Rücklauftemperatur). In den Detail-Vorgaben können anschließend Heizkörpertypen und Heizkörperprofile aus dem vorher anlegten Datensätze geladen werden.

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Datentransfer

Für die Heizkörperauslegung wird die Heizlast aus dem Modul Heizlastberechnung benötigt. Um den Datenaustausch durchführen zu können, wird aus der Heizlastberechnung ein Datentransfer OUT vorgenommen. Dieser erfolgt aus dem Register Extras in der Auswahl Datentransfer OUT mit dem Button Gebäude/Räume Daten/Ergebnisse. Anschließend wird das Modul Heizkörperauswahl in die Heizkörperauslegung mittels Datentransfer IN eingespielt.

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Bei dem Gebäudeimport kann direkt entschieden werden, ob Heizkörper generiert werden sollen oder nicht.

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Anschließend weist man den einzelnen Räumen die Heizköper zu.

Dies kann auf zwei Methoden erfolgen:

  • Automatisch zuweisen

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  • Manuell zuweisen

Block 11931

Heizkörper Import in Revit


Bevor man den Datenaustausch vornimmt, ist im Ribbon GBIS  auf dem Button Einstellungen im Register Heizkörper die Standard-Zuordnung zu treffen.

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Über das Modul Heizkörperauslegung > über den Ribbon Extras > in der Auswahl Datentransfer OUT > den Befehl Heizkörper-Ergebnisse werden die Berechnunungsergebnisse von der Software in das Revit-Modell transferiert.

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Die ausgelegten Heizkörper werden anschließend in das BAU-Modell zurückgeladen. Die Ergebnisüberspielung erfolgt über den Ribbon GBIS mit dem Befehl Heizkörper-Import. Den ausgelegten Heizkörpertypen kann im Modell eine bestimmte Heizkörper-Familie hinterlegt werden, worauf die berechneten Werte geschrieben werden.

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Die Platzierung im Projekt kann durch 2 Varianten erfolgen:

  • Automatische Platzierung: hier werden die Heizflächen beliebig an den Außenwänden platziert.
  • Zusätzlich ist es möglich, eine manuelle Verknüpfung der Heizkörper im Modell mit der Heizkörper-Platzierungsliste vorzunehmen. In der Platzierungsliste sind die Heizkörper mit einem gelben Stern bereits im Modell verknüpft. Heizkörper mit grauem Stern sind im Modell noch manuell zu verknüpfen. Über den Rechtsklick auf den grauen Stern mit dem Befehl Heizkörper zuweisen kann anschließend der Heizkörper im Modell ausgewählt werden. Durch den Befehl Aktualisieren werden die Werte auf die Heizkörper überspielt.

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