Die Modellierung und Bearbeitung großer Sprinklersysteme in Autodesk Revit kann zu erheblichen Performance-Einbußen führen. Dieses Problem betrifft vor allem Projekte mit komplexen, umfangreichen Netzen, wie sie typischerweise in Großbauten (z. B. Krankenhäuser, Schulen, Bürogebäuden) vorkommen
Sprinklernetze in Revit sind essenziell für die Brandschutzplanung, verursachen jedoch häufig Performance-Probleme bei der Modellierung und Bearbeitung – insbesondere in großen oder detaillierten Projekten.
Die Performance-Probleme entstehen durch:
- Komplexität und Umfang der vernetzten Sprinklersysteme
- Hydraulische Berechnungslogik und Systemabhängigkeiten
- Laufzeitintensive Hintergrundprozesse, z. B. Systemvalidierungen, automatische Updates, Berechnung von Durchflusswerten
Verwendung von Rohr- Platzhalter
Diese haben keine Systemlogik und sind daher deutlich ressourcenschonender, da keine hydraulischen oder systemlogischen Berechnungen durchgeführt werden. Geeignet in Vorplanung und Kollisionsprüfung für Layoutphasen, Grundrissabstimmungen und erste BIM-Koordinationen.
Sie können später bei Bedarf mit wenigen Klicks in echte Rohre umgewandelt werden „Platzhalter konvertieren“
Rohrsyteme überprüfen
Nach der Systemumwandlung in echte Rohre kann erstmals überprüft werden, ob es zu Performance-Einbußen im Modell kommt.
Sollten Performance-Probleme auftreten, gehen Sie bitte wie folgt vor:
- Prüfen Sie die Systeme nach mehreren physikalischen Netzwerken. Eine solche Situation kann entstehen, wenn Sie die ähnlichen Sprinkleranlagen von einem Geschoss in das nächste kopieren. Die Leistung solcher Systeme kann mit dem Befehl "System teilen" verbessert werden
- Ändern Sie die Berechnungsmethode in den Systemtypeneigenschaften in "Leistung" Autodesk Hinweis
Aufteilen in Teilsysteme
Sollten weiterhin Performance-Probleme auftreten, empfiehlt es sich, die Sprinklernetze in kleinere Teilsysteme zu unterteilen. Dabei sollte nicht nur die Anzahl der Sprinklerköpfe, sondern auch die Komplexität des Rohrnetzaufbaus berücksichtigt werden.
- Dadurch reduziert sich die Anzahl der abhängigen Elemente innerhalb eines Systems
- Revit muss bei Änderungen nicht das gesamte Netz neu verarbeiten
- Die Bearbeitung wird etwas flüssiger, insbesondere beim Verschieben, Bearbeiten und Anschließen von Objekten
Autodesk hat auf Nachfrage bestätigt, dass:
- Das Entwicklungsteam dieses Problem kennt
- Es sich nicht um einen Bedienfehler handelt, sondern um eine technische Begrenzung der Revit-Plattform
