Planen mit Bestand stellt Planer immer wieder vor eine Herausforderung. In Revit wird hierfür ein Timetable (Phasen) verwendet, um den Usern den Zugang zu erleichtern.
Wie mit den Bestandsdateien umgegangen werden soll, ist vor dem Projektstart festzulegen und im BAP festzuhalten.
Dieser Artikel beschreibt einige mögliche Szenarien.
Werden Bestandsgebäude modelliert, um ein Umgebungs-Modell zu schaffen, so kann je nach Größe des Modells überlegt werden, diese in einem eigenen Modell zu platzieren.
Da Umgebungsgebäude keinen Abbruch aufweisen, können sie als einfache Körper modelliert weden oder auch als Bestands 2D-Datei (z.B. .dwg) verknüpft werden.
Wichtig ist in diesem Fall, die Körper auf einen eigenen Bearbeitungsbereich zu legen.
Gibt es einen direkten Anschluss zu einem Bestandsgebäude und ist damit auch ein Abbruch verbunden, so sollte der Bestand nicht in einem eigenen Modell geführt werden, da es sonst zu Schwierigkeiten mit der Darstellung kommt.
Gibt es nur eine Anschlussstelle, so muss nicht das ganze Bestandsgebäude nachmodlliert werden. Es reicht oft aus, nur den Anschlussbereich zu modellieren und das restliche Gebäude als Körper darzustellen. Soll das ganze Gebäude genau dargestellt werden, so kann eine Bestands 2D-Datei (z.B. .dwg) in den Hintergrund geladen werden. Hierbei kann es allerdings zu grafischen Abweichungen zum Revitmodell kommen und die Aufbereitung der 2D Datei wird aufwendiger.
Hinweis: Sobald es zu Abbruchelementen kommt, wird mit Phasen gearbeitet. Zusätzlich sollten die Elemente auch auf einen eigenen Bearbeitungsbereich gelegt werden.
Dies ist die aufwendigste Variante, da es in diesem Fall unerlässlich ist, das gesamt Gebäude nachzumodellieren. Von den Arbeitsschritten unterscheidet sich dies kaum vom Punkt Bestandsgebäude mit Anschluss. Einzig die 2D-Datei wird nur als Grundlage zum Modellieren eingespielt. Dies bietet aber auch den Vorteil, dass die Aufbereitung der 2D-Datei weniger aufwändig ausfällt.
