Revit zu DGN

Die Arbeit mit externen Planern erfordert immer wieder die Datenübergabe in anderen Dateiformaten als die Revit-nativen Möglichkeiten. In diesem Artikel werden drei Varianten beschrieben, wie Revit-Modelldaten in eine Microstation DGN-Datei übertragen werden können.

Im Folgenden wird der Workflow für die Generierung bzw. Konvertierung von DGN-Dateien mittels Micorstation näher erläutert. Außerdem finden sich im Abschnitt Revit-Plugin für DGN-Dateien Informationen zu einem Revit Plugin, mit dessen Hilfe Revit-intern DGNs erzeugt werden können. 

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Für den Datenaustausch von Revit zu DGN gibt es drei verschiedene Varianten, um zu einem Ergebnis zu kommen. Ziel ist die Erstellung einer DGN-Datei zur Datenübergabe an externe Planungsfirmen.



Bei Variante 1 wird das gesamte Revit-Modell oder Teile des Modells als 3D-DWG exportiert und anschließend mittels Microstation zu einer DGN-Datei konvertiert.

Diese Methode liefert sehr schnell die 3D-Geometrie des Gebäudes, es können jedoch keine Informationen der einzelnen Objekte exportiert werden. Die Elemente sind lediglich verschiedenen Layern bzw. Levels zugeordnet. Die so generierten DGN-Dateien reichen für Kollisionsprüfungen und als Grundlage für weitere Planungen aus, solange hierfür keine alphanumerischen Informationen wie Materialien oder Feuerwiderstände etc. benötigt werden.

Hinweis:

Es ist immer die Funktion Konvertieren zu verwenden. Bei Öffnen handelt es sich um eine andere Funktion.

Zusammenfassend ist also zu sagen, dass 3D-DWGs aus Revit nativ in MicroStation als Objekte konvertiert werden können, diese Modelle dann jedoch lediglich als Störkanten-Modell verwendbar sind, da die importierten Objekte keine nativen Funktionen mehr aufweisen.



In Variante 2 werden die Revit-Modelldaten als 3D-DWG oder IFC an einen externen Planungspartner übergeben, welcher auf Basis dieser Datengrundlage das Modell in Microstation neu aufbaut. Die so erzeugten DGN-Dateien beinhalten neben den reinen 3D-Daten auch alphanumerische Informationen wie Material, Feuerwiderstandsklasse, etc.

Bei dieser Methode muss im Vergleich zu Variante 1 (der bloßen Konvertierung einer DGN mittels Microstation, s.o.), mehr Zeit eingeplant werden, da er Arbeitsaufwand wesentlich höher ist. Drüber hinaus ist zu beachten, dass es im Fall von regelmäßig zu erfolgenden Daten-Lieferungen in DGN notwendig ist, die Änderungen am Modell laufend zu kommunizieren. Darunter fallen neue Elemente, die im Revit-Modell platziert werden, genauso wie Elemente, die abgeändert werden oder entfallen etc.

Vorgaben zum Aufbau und Inhalt von DGN-Dateien seitens des Auftraggebers lassen sich für gewöhnlich nur mit dieser Variante korrekt umsetzen.



Variante 3 befindet sich derzeit noch in der Testphase.

Ziel ist es, mittels eines Plug-Ins in Revit die Revit-Modelle direkt als funktionale 3D-DGN Dateien exportieren zu können. Der Inhalt der DGN-Dateien entspricht hierbei einem 3D-Modell inklusive der alphanumerischen Informationen der einzelnen Elemente.

Problematisch bei dieser Methode ist, dass sich mögliche Vorgaben seitens der Auftraggeber wahrscheinlich nicht direkt abbilden lassen.

Vorteil dieser Methode gegenüber Variante 1 ist jedoch die viel höhere Qualität der Unterlagen - gegenüber Variante 2 ist es der verringerte Modellieraufwand. Außerdem entfällt die Notwendigkeit zur manuellen Anpassung sich ändernder Modelldaten in der DGN-Datei, wie es bei Variante 2 der Fall ist.