
Dieses Tutorial vermittelt einen umfassenden Überblick über die Werkzeuge und Datenformate der BIM-Arbeitsweise. Eine kurze Reflektion der grundlegenden Prinzipien der objekt- und modellbasierten Planung und zeigt, wie die Kombination aus Geometrie und Information die Basis für interdisziplinäre Zusammenarbeit bildet.
Diese Schulung vermittelt ein strukturiertes Verständnis der Werkzeuge und Datenformate in der BIM-Arbeitsweise. Im Zentrum steht der Unterschied zwischen Open BIM und Closed BIM: Während Closed BIM eine geschlossene Systemlandschaft voraussetzt, verspricht Open BIM eine disziplinübergreifende Zusammenarbeit über offene Schnittstellen – bleibt jedoch in der Praxis oft hinter diesen Erwartungen zurück. Anhand realer Anwendungsbeispiele wird kritisch beleuchtet, wie sich diese Konzepte tatsächlich in der Projektpraxis umsetzen lassen.
Darauf aufbauend gibt die Schulung einen Überblick über die zentralen BIM-Werkzeuge – von Autorenprogrammen bis zu Speziallösungen für Simulation, Qualitätsprüfung und Visualisierung. Im technisch vertieften dritten Teil werden gängige Datenformate (wie IFC, gbXML, SAF, GAEB) und Schnittstellenarten (offen vs. proprietär) analysiert. Dabei wird deutlich: Ein erfolgreicher Datenaustausch erfordert mehr als nur passende Formate – er bedarf abgestimmter Modellierkonventionen, standardisierter Objektstrukturen und intelligenter Schnittstellenkonfigurationen. Ziel ist es, ein realistisches Bild der heutigen BIM-Werkzeuglandschaft zu vermitteln und die Teilnehmenden in die Lage zu versetzen, fundierte Entscheidungen über Softwareeinsatz und Datenstrategie zu treffen.
Kursdauer ca. 90 min.
Die Einführung beginnt mit einer grundlegenden Einführung in das Konzept von Building Information Modeling (BIM), das als Verbindung von 3D-Geometrie und prozessorientierten Informationen über alle Lebenszyklusphasen hinweg verstanden wird. Ziel ist die zentrale, disziplinübergreifende Verwaltung und Nutzung dieser Informationen. Darauf aufbauend werden die beiden zentralen Paradigmen Open BIM und Closed BIM gegenübergestellt: Closed BIM setzt auf eine homogene Softwarelandschaft innerhalb eines Systems, während Open BIM auf offene Schnittstellen für die interdisziplinäre Zusammenarbeit setzt. Beide Ansätze werden kritisch hinterfragt – als Konzepte mit idealistischen Versprechen, die in der Realität häufig durch technische, organisatorische und kulturelle Hürden relativiert werden.
Dieses Kapitel beleuchtet die Unterschiede und Herausforderungen der gängigen BIM-Autorensysteme. Thematisiert werden Modellierung, Datenhaltung, Benutzerfreundlichkeit und die Problematik nicht-standardisierter Objektkataloge.
Über klassische Autorenprogramme hinaus existiert eine Vielzahl spezialisierter Werkzeuge, etwa für Visualisierung, Kollisionsprüfung oder Simulation. Diese Tools ergänzen die BIM-Arbeitsweise und ermöglichen eine tiefere Analyse und Optimierung von Planungsinhalten.
Cloud-basierte Plattformen übernehmen zentrale Rollen in der Zusammenarbeit: vom Modellmanagement bis zum Issue-Tracking. Sie bilden die Grundlage für eine modellbasierte Kommunikation über den gesamten Lebenszyklus hinweg.
Generative Design und KI haben ihren Weg in die BIM-Datenwelt gefunden. Dieser Abschnitt gibt eine Übersicht zu den Anstäzen und ihren großen Potentialen zur Effizienzsteigerung im Modellierprozess.
IFC ist der wichtigste offene Standard in BIM, doch er bringt Einschränkungen mit sich – insbesondere beim Datenimport. Thematisiert wird die Diskrepanz zwischen Anspruch (voller Datentransfer) und Realität (Datenverluste, eingeschränkte Intelligenz).
Die Qualität der Schnittstellen hängt stark von Modellierkonventionen, Objektstrukturen und Mapping ab. Dieses Kapitel zeigt auf, warum ohne durchdachte Templates und Datenmodelle reibungslose Übergaben kaum möglich sind.
