Familienerstellung

Eine leistungsfähige Familienbibliothek ist ein wesentlicher Teil einer soliden Grundstruktur, um mit Revit effizient arbeiten zu können. In Familien verbergen sich einerseits umfangreiche Einstellmöglichkeiten zur 2D- und 3D-Darstellung der virtuellen Bauteil-Elemente. Andererseits sind in ihnen sämtliche Informationen hinterlegt, die für eine spätere Auswertung wichtig sind.

Daher ist das Anlegen neuer Familien im Kontext interdisziplinärer und länderübergreifender Arbeitsweisen ein sensibler Aufgabenbereich - hier ist das Fehlerpotential leider sehr groß. Verschachtelte oder geometrisch komplexe Familien können beispielsweise unvorhersehbare Performance-Probleme in Projekten verursachen, frei erstellte Parameter sind praktisch nicht auswertbar, usw.

Aus diesem Grund sollte die Verwaltung des Familienkatalogs zentralisiert werden. Dies wird durch die Plandata  durchgeführt. Nur so können neue Familien systemkonform erzeugt und verwaltet und eine fehlerfreie Auswertung über Revit mit verschiedenen Zusatzprogrammen gewährleistet werden.

Grundsätzlich wird die Familienbibliothek und deren Inhalt von Plandata betreut. Nur so kann sichergestellt werden, dass neue Familien über alle Leistungsphasen hinweg einwandfrei funktionieren, enthaltene Informationen auswertbar sind und die Objekte keine Performance-Probleme im Projekt verursachen.

Ausnahmen

Für bestimmte Familien kann von dieser grundsätzlichen Zuständigkeit abgesehen werden, sofern alle der folgenden Kriterien erfüllt sein müssen:

  • Die Familie ist rein projektspezifisch
  • Kein Parameter der Familie muss in Bauteillisten oder Ähnlichem ausgewertet werden
  • Die Familie ist geometrisch einfach
  • Beispiele für einfache Familen sind Einbaueinrichtungen oder spezielle Maschinen (Industriebau)

Um die Fähigkeit zu erlangen, eigenständig eine Familie korrekt anzulegen, sollte der Kurs EGC (Expert | Gesamt | Teil C) absolviert werden.

Wenn der Bedarf an einer neuen projektspezifisch oder allgemein benötigten Familie erkannt wird, gilt folgendes Procedere:

  • Die Beschreibung der benötigten Familie wird vom User oder Superuser an den BIM-Manager des Standorts übergeben.

Dabei ist folgendes zu beachten:

  • Je exakter die Vorgaben, desto überzeugender das Endergebnis (Datenblatt, usw.)
  • Konkreten Bedarf beschreiben
  • Erwartungshaltung so exakt wie möglich formulieren (kurzfristig und langfristig)
  • Schnittstellen zu anderen Fachdisziplinen überdenken
  • Aufwand vs. Nutzen
  • Der BIM Manager des Standorts erzeugt ein Ticket zum Anlegen einer neuen Familie (diese Tickets bilden eine Art Pflichtenheft für die Familie ab)
  • Plandata erzeugt die Familie
  • Die Familie wird von verschiedenen MitarbeiterInnen geprüft (Qualitätsmanagement)
  • Die Familie wird in den Katalog aufgenommen und katalogisiert (für den entsprechenden Workflow zu diesem Punkt siehe auch Familien Rückführung in die Bibliothek)
  • Plandata informiert den BIM Manager über die Fertigstellung

Qualitätsmanagement

  • Prüfung der Systemtauglichkeit (ATP, QM, BIM) erfolgt durch Plandata
  • Eine zusätzliche Prüfung der Funktionalität erfolgt durch BIM Manager
  • Eine Prüfung der fachlichen Qualität erfolgt durch Knowhow-Träger der jeweiligen Fachdisziplin

Ein Anleitung zur Erstellung einfacher Familien sowie weitere Informationen zur Verwendung und Erstellung von Familien-Typen sind in BIMpedia unter Tutorials zu finden.